Jüdische Begegnungen


Am Montag, den 17.01.2022 haben wir – der Kurs 10 Evangelische Religionslehre – die jüdische Gemeinde „Perusch“ am Friedensplatz in Oberhausen besucht. Wir wurden dort sehr freundlich empfangen und haben das Neujahrsfest gefeiert. Der Tisch war gedeckt mit Saft und Früchten. Alles wurde, entsprechend der Jahreszeiten, in festgelegter Reihenfolge und mit einem Segensspruch gereicht. Zum Winter aßen wir Obst mit Schalen und tranken hellen Saft – ein Zeichen für Kälte und Schnee. Zum Frühling gab es hellen Saft mit ein wenig rotem Saft gemischt und Steinobst – ein Zeichen für mehr Farben und Kraft in der Natur.

Zum Sommer gab es nur roten Saft und kernloses Obst – Ein Zeichen für Farbenpracht und Genuss pur! Zum Herbst bekamen wir roten Saft mit etwas hellem Saft gemischt und aßen alle Fruchtsorten – Ein Zeichen für das Verblassen der Sommerfarben und die Ernte. 

Es war sehr lecker und unser Vitaminbedarf war gedeckt. 

Wir haben gemerkt, dass der Dank für die Schöpfung und ein nachhaltiger Umgang mit Natur eine ganz wichtige Rolle in der jüdischen Kultur spielt. 

Anschließend haben wir noch den ersten Kurzfilm von Arkadij Khaet „Durch den Vorhang“ geschaut. Arkadij Khaet ist ein ehemaliger Oberhausener Schüler, Mitglied der Perusch-Gemeinde und ist mittlerweile ein bekannter Filmregisseur. Mit seinem Kurzfilm „Masel Tov Cocktail“ (2020) hat er u.a den Menschenrechts-Filmpreis gewonnen. Er thematisiert in seinen Kurzfilmen sehr kritisch die Beziehungen zwischen Deutschen und Juden früher und heute. 

Vielen Dank an die jüdische Gemeinde! Wir kommen bestimmt noch mal wieder!